Oberschenkelstraffung

Methode, Verlauf und Nachsorge — Ihr umfassender Ratgeber

OP-Dauer 2–4 Std.
Kosten 3.000–8.000 €
Klinikaufenthalt 1–2 Tage
Gesellschaftsfähig 2–4 Wochen

Welche Möglichkeiten bietet die Oberschenkelstraffung?

Die Oberschenkelstraffung — in der Fachsprache als Dermolipektomie der Oberschenkel bezeichnet — ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem überschüssige Haut und erschlafftes Gewebe an den Oberschenkeln entfernt werden. Ziel ist eine straffere, harmonischere Beinkontur.

Hauterschlaffung an den Oberschenkeln entsteht durch zwei Hauptursachen: den natürlichen Alterungsprozess, bei dem die Haut an Elastizität verliert, und massiven Gewichtsverlust — etwa nach einer bariatrischen Operation wie Magenbypass oder Schlauchmagen. In beiden Fällen kann das Gewebe ein Ausmaß erreichen, das sich weder durch Sport noch durch bewusste Ernährung korrigieren lässt.

Die Erscheinungsformen variieren: Manche Patientinnen und Patienten leiden unter erschlaffter Haut an der Oberschenkelinnenseite, andere unter einer sogenannten Reiterhose mit Fettansammlungen an der Außenseite, wieder andere unter einem Gewebeüberschuss, der bis in den Gesäßbereich reicht. Je nach Befund kann die Straffung mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) kombiniert werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Ob eine Oberschenkelstraffung sinnvoll ist, hängt wesentlich vom Allgemeinzustand, der individuellen Hautelastizität und den persönlichen Erwartungen ab. Eine ausführliche Beratung durch einen erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie bildet die Grundlage für eine fundierte Entscheidung.

Wussten Sie?

Nach einem massiven Gewichtsverlust von 40 Kilogramm oder mehr entwickeln über 70 % der Betroffenen deutliche Hautüberschüsse an den Oberschenkeln. Die Haut, die sich über Jahre gedehnt hat, kann sich bei einem solchen Ausmaß nicht mehr vollständig zurückbilden — unabhängig von Alter oder Fitnesslevel.

Wann ist eine Oberschenkelstraffung medizinisch notwendig?

Nicht jede Oberschenkelstraffung ist rein ästhetisch motiviert. In vielen Fällen verursachen ausgeprägte Gewebeüberschüsse handfeste medizinische Probleme. Wenn sich Hautfalten dauerhaft berühren und aneinander reiben, entstehen feuchte Kammern — ein idealer Nährboden für Mazerationen, chronische Ekzeme und wiederkehrende Pilzinfektionen. Diese Hautveränderungen können schmerzhaft sein und sprechen auf konservative Behandlung häufig nur unzureichend an.

Darüber hinaus schränken schwere Gewebeüberschüsse die Beweglichkeit spürbar ein. Gehen, Treppensteigen oder sportliche Aktivität werden zur Belastung — ein Teufelskreis, der die Gewichtskontrolle zusätzlich erschwert.

Medizinisch

Chronische Hautreizungen, Ekzeme und wiederkehrende Infektionen in den Hautfalten

Funktional

Einschränkungen beim Gehen, Sport und alltäglicher Bewegung durch schweres Gewebe

Psychosozial

Schamgefühle, sozialer Rückzug und deutlich reduzierte Lebensqualität

Die psychosoziale Dimension sollte nicht unterschätzt werden. Studien zeigen, dass ausgeprägte Hautüberschüsse nach Gewichtsverlust die Lebensqualität signifikant beeinträchtigen können — durch Schamgefühle, Vermeidung sozialer Situationen und den Eindruck, trotz erfolgreicher Gewichtsabnahme den eigenen Körper nicht akzeptieren zu können.

Was muss ich vor der Operation beachten?

Eine sorgfältige Vorbereitung trägt entscheidend zum Operationserfolg bei und reduziert das Komplikationsrisiko. Drei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:

💊

Medikamente

Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin oder Marcumar müssen in Absprache mit dem behandelnden Arzt 10–14 Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden. Auch pflanzliche Präparate wie Ginkgo oder Johanniskraut können die Blutgerinnung beeinflussen und sollten pausiert werden.

🚭

Rauchen

Nikotin verengt die Blutgefäße und beeinträchtigt die Wundheilung erheblich. Rauchen erhöht das Risiko für Nekrosen und Wundheilungsstörungen. Ein strikter Rauchstopp mindestens vier Wochen vor der Operation und während der gesamten Heilungsphase ist dringend empfohlen.

⚖️

Gewicht

Ihr Körpergewicht sollte seit mindestens sechs Monaten stabil sein. Weitere Gewichtsschwankungen nach dem Eingriff können das Ergebnis zunichtemachen. Ein BMI über 40 gilt als relative Kontraindikation — idealerweise liegt der BMI unter 30.

Voruntersuchungen

Untersuchung Warum?
Großes BlutbildAusschluss von Blutarmut und stillen Infektionen
GerinnungsstatusEinschätzung des Bluterguss- und Nachblutungsrisikos
Blutzucker / HbA1cBeurteilung der Wundheilungskapazität — erhöhte Werte verzögern die Heilung
Nieren- und LeberwerteSicherstellung der Narkosemittel-Verarbeitung
EKGStandarduntersuchung ab 40 Jahren zur Beurteilung der Herzfunktion

Was passiert bei einer Oberschenkelstraffung?

Die Oberschenkelstraffung wird stationär im Krankenhaus unter Vollnarkose durchgeführt. Die reine Operationszeit beträgt je nach Umfang zwei bis vier Stunden. Ein Blasenkatheter wird für ein bis zwei Tage gelegt, der Klinikaufenthalt beträgt mindestens ein bis zwei Tage. Der Chirurg wählt die Operationstechnik individuell nach Ausmaß und Lokalisation des Gewebeüberschusses.

Methode A — Grad 2

Horizontale / Mini-Thighplasty

Bei dieser Technik wird überschüssige Haut in Spindel- oder Halbmondform entlang der Leistenfalte bis zur Gesäßfalte entfernt. Die entstehende Narbe liegt in der natürlichen Körperfalte und ist gut zu verbergen.

Entscheidend ist die sichere Fixierung des Gewebes an der Colles-Faszie, um ein Absinken der Narbe zu verhindern.

Geeignet für: Moderate Hauterschlaffung an der Oberschenkelinnenseite
Illustration: Schnittführung horizontale Methode
Methode B — Grad 3

Vertikale / T-Schnitt-Technik

Diese umfangreichere Technik adressiert die gesamte Oberschenkelinnenseite von der Leiste bis zum Knie. Es entsteht eine T-förmige Narbe: horizontal in der Leistenfalte und vertikal an der Innenseite bis zum Knie.

Dies ist die Standardmethode nach bariatrischen Operationen mit ausgeprägtem Hautüberschuss.

Geeignet für: Ausgeprägter Hautüberschuss nach massivem Gewichtsverlust
Illustration: Schnittführung vertikale Methode
Methode C

Reiterhosen-Korrektur

Bei lokalisierten Fettansammlungen an der Oberschenkelaußenseite werden kleine Hautschnitte in der Gesäßfalte gesetzt. Der Eingriff besteht primär aus einer Fettabsaugung, ergänzt durch eine gezielte Straffung bei Bedarf.

Häufig wird die Fettabsaugung mit einer Straffung kombiniert, um eine schlanke, natürliche Kontur zu erreichen.

Geeignet für: Lokalisierte Fettdepots an der Oberschenkelaußenseite
Illustration: Schnittführung Reiterhosen-Korrektur

Risiken und Komplikationen — ein ehrlicher Überblick

Die Oberschenkelstraffung gehört zu den Eingriffen mit einer relevanten Komplikationsrate. Transparenz ist hier wichtiger als Beschönigung — nur wer die Risiken kennt, kann eine informierte Entscheidung treffen.

Häufigere Komplikationen

Wundheilungsstörungen (bis 24 %)
Die hohe Spannung an den Wundrändern und die mechanische Belastung beim Gehen können zu verzögerter Heilung und breiten Narben führen.
Serome / Lymphozelen (9–26 %)
Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut, die punktiert werden müssen. Die Scarpa-Faszien-Nahttechnik kann das Risiko reduzieren.
Blutergüsse & Nachblutungen (2–4 %)
Blutergüsse bilden sich in der Regel selbst zurück. Nachblutungen sind selten, können aber einen zweiten Eingriff erfordern.
Taubheitsgefühl
Vorübergehende Sensibilitätsstörungen sind normal und klingen innerhalb von 6–12 Monaten ab.

Seltene, schwerwiegende Komplikationen

Thrombose / Lungenembolie (0,1 %)
Selten, aber potenziell lebensbedrohlich. Rauchen, Antibabypille und Bewegungsmangel erhöhen das Risiko. Frühmobilisation ist entscheidend.
Dauerhaftes Lymphödem
Bei Schädigung der Lymphabflusswege kann es zu dauerhaften Schwellungen kommen, die eine langfristige Kompressionstherapie erfordern.
Infektionen
Können in schweren Fällen zu Abszessen oder Gewebenekrosen führen und eine chirurgische Revision erforderlich machen.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Von leichter Übelkeit bis zum allergischen Schock — sehr selten, aber durch die Vollnarkose nicht vollständig auszuschließen.
Risikofaktoren minimieren: Ein BMI unter 30 und ein strikter Rauchstopp mindestens vier Wochen vor der Operation senken das Komplikationsrisiko nachweislich. Besprechen Sie Ihre individuellen Risikofaktoren offen mit Ihrem Chirurgen.

Nachsorge — Ihr Weg zur Genesung

Die Nachsorge ist mindestens so wichtig wie der Eingriff selbst. Eine konsequente Befolgung der Empfehlungen beschleunigt die Heilung und verbessert das Endergebnis.

Tag 0–2
Im Krankenhaus
Noch am Operationstag werden Sie aufgefordert, erste Schritte zu gehen — die Frühmobilisation ist entscheidend zur Thromboseprophylaxe. Strecken Sie den Oberkörper nicht vollständig, um die Naht zu schonen. Im Bett liegen Sie mit leicht angewinkelten Knien. Drainagen werden nach zwei bis fünf Tagen entfernt.
Woche 1–4
Erste Wochen zuhause
Planen Sie eine Genesungszeit von zwei bis vier Wochen ein, abhängig von Ihrer beruflichen Tätigkeit. Sitzende Berufe erlauben eine frühere Rückkehr als körperlich fordernde. Die Fäden werden nach 14–21 Tagen gezogen.
6–8 Wochen
Kompressionstherapie
Das Tragen einer speziellen Kompressionshose ist für sechs bis acht Wochen obligatorisch. Sie reduziert Serome, unterstützt die Hautanpassung an die neue Kontur und entlastet die Naht. Tragen Sie die Kompression konsequent — auch wenn es unbequem ist.
Ab Woche 8
Sport und Belastung
Für sechs bis acht Wochen verzichten Sie auf körperliche Anstrengung, Beinspreizen und schweres Heben. Danach dürfen Sie schrittweise mit leichtem Training beginnen — hören Sie auf Ihren Körper und steigern Sie langsam.
6–18 Monate
Narbenpflege
Schützen Sie die Narben 6–12 Monate konsequent vor Sonneneinstrahlung (LSF 50+), da UV-Strahlung zu dauerhaften Verfärbungen führen kann. Ab der dritten Woche können Sie mit Silikongelen und leichten Narbenmassagen beginnen. Die vollständige Narbenreifung dauert bis zu 18 Monate.
„Über 82 % der Patientinnen und Patienten sind mit dem Ergebnis ihrer Oberschenkelstraffung zufrieden."

Verbesserte Körperkontur
Straffere, harmonischere Beinsilhouette

Besserer Kleidersitz
Hosen und Röcke sitzen ohne störende Falten

Keine Hautreizungen
Chronische Entzündungen in den Falten verschwinden

Dauerhaftes Ergebnis
Bei stabilem Gewicht bleibt das Ergebnis bestehen

Das endgültige Ergebnis wird nach sechs bis zwölf Monaten sichtbar, wenn Schwellungen vollständig abgeklungen und die Narben verblasst sind. Der natürliche Alterungsprozess setzt sich fort — die Haut wird also langfristig weiterhin an Elastizität verlieren, jedoch von einem deutlich besseren Ausgangspunkt.

Narben sind ein unvermeidlicher Teil des Ergebnisses. Wer realistische Erwartungen mitbringt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zufrieden sein. Asymmetrien oder Resterschlaffungen sind selten; sollte eine Korrektur nötig sein, wird diese frühestens nach zwölf Monaten durchgeführt.

Kosten einer Oberschenkelstraffung 2026

3.000 – 8.000 €
Gesamtkosten als Selbstzahler
Kostenfaktor Anteil Bemerkung
Chirurgisches Honorar50–60 %Abhängig von Erfahrung und Umfang des Eingriffs
Anästhesie10–15 %Vollnarkose mit Überwachung
Klinikaufenthalt20–30 %OP-Saal, Übernachtungen, pflegerische Betreuung
Material & Nachsorge5–10 %Kompressionswäsche, Medikamente, Kontrollen

Viele Kliniken bieten Finanzierungsmodelle und Ratenzahlung an. Sprechen Sie dies im Beratungsgespräch an.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Die Oberschenkelstraffung ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Eine Übernahme kommt nur in begründeten Einzelfällen in Betracht — vorausgesetzt, es liegt eine dokumentierte medizinische Notwendigkeit vor.

Anerkannte Gründe sind therapieresistente, chronische Entzündungen in den Hautfalten oder erhebliche Mobilitätseinschränkungen. Psychische Belastung allein reicht für eine Bewilligung nicht aus. Der Medizinische Dienst (MDK) prüft den Antrag anhand von Fotodokumentation und Facharztberichten.

Oberschenkelstraffung auf einen Blick

OP-Dauer
2–4 Stunden
Narkose
Vollnarkose (Standard); Tumeszenzlokalanästhesie bei kleineren Eingriffen möglich
Klinikaufenthalt
1–2 Tage stationär
Narben
Horizontal: Leistenfalte (verborgen) · Vertikal: zusätzlich Innenseite bis Knie
Schmerzen
Mäßig, gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar; Spannungsgefühl normal
Drainagen
Entfernung nach 2–5 Tagen
Fadenentzug
Nach 14–21 Tagen
Kompression
6–8 Wochen obligatorisch
Sport
6–8 Wochen Verzicht, danach schrittweise Steigerung
Arbeitsfähigkeit
2–4 Wochen, abhängig von der Tätigkeit
Sonnenschutz
LSF 50+ für 6–12 Monate auf den Narben
Endergebnis
Nach 6–12 Monaten sichtbar
Haltbarkeit
Dauerhaft bei stabilem Körpergewicht
Zufriedenheit
Über 82 % der Patienten
Komplikationsrate
Wundheilungsstörungen bis 24 %; Serome 9–26 %
Kosten
3.000–8.000 € (Selbstzahler)
Voraussetzungen
Stabiles Gewicht ≥ 6 Monate · BMI idealerweise < 30 · Rauchstopp 4 Wochen
Kontraindikationen
BMI > 40 (relativ) · Aktives Rauchen · Instabiles Gewicht

Ein Wort zur Entscheidungsfindung

Die Oberschenkelstraffung ist ein anspruchsvoller Eingriff mit einer im Vergleich zu anderen ästhetischen Operationen relevanten Komplikationsrate. Die Akzeptanz von Narben — insbesondere bei der vertikalen Technik — ist eine Grundvoraussetzung.

Wer mit realistischen Erwartungen in das Beratungsgespräch geht und die Nachsorge konsequent umsetzt, hat die besten Voraussetzungen für ein zufriedenstellendes Ergebnis.

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Häufig gestellte Fragen

Der Eingriff eignet sich für Patientinnen und Patienten mit deutlichem Hautüberschuss an den Oberschenkeln, der sich durch Sport oder Ernährung nicht mehr korrigieren lässt. Typische Kandidaten sind Menschen nach starkem Gewichtsverlust oder mit altersbedingter Hauterschlaffung. Voraussetzung ist ein stabiles Körpergewicht seit mindestens sechs Monaten und idealerweise ein BMI unter 30.
Das hängt von der Technik ab. Bei der horizontalen Methode verläuft die Narbe in der Leistenfalte und lässt sich gut verbergen — auch in Unterwäsche oder Bikini. Bei der vertikalen Technik zieht sich die Narbe von der Leiste bis zum Knie an der Innenseite. Diese ist deutlicher sichtbar, verblasst aber über 12–18 Monate erheblich und kann durch konsequente Narbenpflege weiter verbessert werden.
Ja, die Kombination ist häufig und sinnvoll. Bei Patienten mit Hautüberschuss und gleichzeitigen Fettdepots erzielt die Verbindung aus Liposuktion und Straffung das harmonischste Ergebnis. Der Chirurg entscheidet individuell, welches Ausmaß der Fettabsaugung sicher mit der Straffung kombinierbar ist.
Die Oberschenkelstraffung ist keine Regelleistung. Eine Kostenübernahme ist nur bei nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit möglich — etwa bei chronischen, therapieresistenten Hautentzündungen oder erheblichen Mobilitätseinschränkungen. Der MDK prüft den Antrag anhand ärztlicher Dokumentation. Rein ästhetische oder psychische Gründe werden in der Regel nicht anerkannt.
Eine Oberschenkelstraffung wird häufig mit einer Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik), einer Po-Straffung oder einem sogenannten Lower Body Lift kombiniert — besonders bei Patienten nach massivem Gewichtsverlust. Die Kombination mehrerer Eingriffe verlängert die OP-Zeit und erhöht das Narkoserisiko, spart aber insgesamt Erholungszeit.
Eine Oberschenkelstraffung entfernt überschüssige Haut, beseitigt aber keine Cellulite. Cellulite entsteht durch die Struktur des Bindegewebes und liegt tiefer als die chirurgisch behandelten Gewebeschichten. Die Straffung kann das Erscheinungsbild durch die glattere Hautoberfläche optisch verbessern, ist aber keine Cellulite-Behandlung.
Kontraindikationen sind ein BMI über 40, instabiles Körpergewicht, aktives Rauchen, unkontrollierter Diabetes und schwere Gerinnungsstörungen. Auch unrealistische Erwartungen — etwa die Vorstellung narbenfreier Ergebnisse — sprechen gegen den Eingriff. Ein seriöser Chirurg wird in solchen Fällen von der Operation abraten.
Sport kann die Muskulatur unter der Haut stärken und das Gesamtbild verbessern, aber überdehnte, erschlaffte Haut kann durch Training nicht gestrafft werden. Bei leichter Erschlaffung lohnt es sich, vor einer Entscheidung drei bis sechs Monate gezielt zu trainieren. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss nach massivem Gewichtsverlust ist eine chirurgische Straffung die einzige wirksame Option.
Bei der horizontalen Technik verläuft der Schnitt entlang der Leistenfalte bis zur Gesäßfalte — die Narbe liegt in natürlichen Körperfalten. Bei der vertikalen Technik kommt ein zusätzlicher Schnitt an der Innenseite des Oberschenkels von der Leiste bis zum Knie hinzu. Die genaue Schnittführung wird im Beratungsgespräch individuell geplant und auf der Haut eingezeichnet.
Die Gesamtkosten liegen 2026 zwischen 3.000 und 8.000 Euro als Selbstzahler. Der Preis hängt vom Umfang des Eingriffs, der gewählten Technik, der Klinik und der Region ab. Im Honorar enthalten sind üblicherweise die chirurgische Leistung, Anästhesie, Klinikaufenthalt und Nachsorge. Erfragen Sie im Beratungsgespräch einen detaillierten Kostenvoranschlag.
Die ersten zwei bis vier Wochen sind die intensivste Heilungsphase. Danach sind die meisten Patienten im Alltag wieder belastbar. Die Kompressionstherapie dauert sechs bis acht Wochen. Das endgültige Ergebnis — inklusive Narbenreifung und Abschwellung — ist nach sechs bis zwölf Monaten sichtbar. Vollständige Narbenreifung kann bis zu 18 Monate dauern.
Bei sitzenden Tätigkeiten ist eine Krankschreibung von zwei bis drei Wochen üblich. Körperlich fordernde Berufe erfordern vier bis sechs Wochen Pause. Tätigkeiten, die starkes Beinspreizen oder schweres Heben erfordern, sollten mindestens acht Wochen pausiert werden. Besprechen Sie die individuelle Planung mit Ihrem Chirurgen.
Leichtes Spazierengehen ist ab dem ersten Tag erwünscht und wichtig für die Thromboseprophylaxe. Leichtes Cardio-Training (Oberkörper-Ergometer) ist nach etwa vier Wochen möglich. Intensives Beintraining, Laufen und Kraftsport frühestens nach sechs bis acht Wochen — nach ärztlicher Freigabe. Steigern Sie schrittweise und achten Sie auf Spannungsgefühle.
Bei Lipödem steht die Liposuktion als primäre chirurgische Therapie im Vordergrund. Eine Straffung kann im Nachgang sinnvoll sein, wenn nach der Fettabsaugung überschüssige Haut verbleibt. Die Behandlung sollte durch einen Facharzt erfolgen, der sowohl mit Lipödem als auch mit körperformenden Eingriffen Erfahrung hat.
Laser-assistierte Verfahren wie BodyTite oder Renuvion nutzen Radiofrequenz- oder Helium-Plasma-Energie zur Hautschrumpfung von innen. Sie können bei leichter bis moderater Erschlaffung eine Verbesserung erzielen und hinterlassen deutlich kleinere Narben. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss ersetzen sie jedoch keine chirurgische Straffung. Ihr Chirurg kann beurteilen, ob ein minimal-invasives Verfahren in Ihrem Fall ausreicht.

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